Konzerte des Kulturkreises Juleum





Sonntag, 17. September 2017

184. JULEUM KONZERT



" Belcanto di Napoli "

Nicola Antonio Porpora (1686-1768) Ouvertüre zur Oper "Agrippina"
  
Vedra turbato il mare
Arie des Oronta aus der Oper "Mitridate"
   
Antonio Vivaldi (1678-1741) Concerto RV 212   D-Dur
"Per la Solennitá della S. Lingua di S. Antonio in Padua"
   
Nicola Antonio Porpora Alto Giove
Arie des Aci aus der Oper "Polifemo"
   
Giuseppe Antonio Brescianello (1690-1758) Symphonie Nr. 5 - F-Dur
   
Nicola Antonio Porpora Morte amara
  Arie des Quinto Fabio
aus der Oper "Lucio Papirio"
   
Empi, se mai disciolgo
Arie des Arminio aus der Oper
"Germanico in Germania"
   
   
Pause  
   
   
   
Riccardo Broschi (1698-1756) Chi non sente al mio dolore
Arie des Epitide aus der Oper "Merope"
   
Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) Overtüre "Adriano in Siria"
   
Lieto cosi tal volta
Arie des Farnaspe aus der Oper "Adriano in Siria"
   
Francesco Durante (1684-1755) Concerto für Streicher Nr. 2 g-moll
   
Giovanni Battista Pergolesi Tu me da me dividi
  Arie der Aristea aus der Oper "L`Olimpiade"
   
Johann Adolf Hasse (1699-1783) Come nave in mezzo all`onde
Arie des Siface aus der Oper "Viriate"




Simone Kermes

Simone Kermes wird für ihre einzigartige Bühnenpräsenz und enorme Virtuosität geschätzt. Der Schwerpunkt liegt besonders im Konzertbereich, wo die Künstlerin mit ihren eigenen Musik-Projekten erfolgreich auf Tour geht. Die Konzeptalben, die sie selbst entwickelt, werden zusammen mit ihrem Plattenlabel Sony produziert. Dort setzt sie keine Grenzen, sondern ist in allen Musikstilen zu Hause. Ihre Alben stürmen sogar die Pop-Charts. Simone Kermes gastiert weltweit an den bedeutenden Opern- und Konzerthäusern. Sie wurde mit zahlreichen Preisen u. a. den Echo Klassik als „Sängerin des Jahres“ sowie einen Echo für die Operneinspielung des Jahres und dem bedeutenden russischen Opernpreis „Die goldene Maske“ für Mozarts „Cosi fan tutte“ ausgezeichnet.



Kermes e Amici Veneziani

Der Gründung des Orchesters geht eine langjährige intensive musikalische Zusammenarbeit von Simone Kermes und den einzelnen Musikern voraus. Schließlich gruppierte sich diese Vereinigung quasi zwangsläufig. Im Laufe der Jahre sind aus Musikern Freunde geworden. Um zusammen musizieren zu können, ist gegenseitiges Vertrauen notwendig und die unbedingte Leidenschaft, miteinander eine Interpretation voller Energie und Liebe zu gestalten. Alle Musiker treten sowohl solistisch als auch in unterschiedlichen Formationen auf. Sie spielen in Orchestern der Mailänder Scala, des Teatro La Fenice in Venedig, in den Orchestern von Rom, Padua, Palermo, Turin und in den verschiedensten Barockensembles dieser Welt. Geleitet wird das Ensemble von Boris Bengelmann, der auf einer Violine von Louis Moitessier von 1790 spielt.




Samstag, 28. Oktober 2017

185. JULEUM KONZERT


Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 5   Es–Dur   Op. 73
Franz Schubert Sinfonie Nr. 5   B–Dur   D. 485
Robert Schumann Ouvertüre, Scherzo und Finale   Op.52

Norddeutsche Kammerakademie
Leitung: Thomas Dorsch
Klavier: Gerrit Zitterbart



Gerrit Zitterbart (1952 in Göttingen geboren) wurde in Hannover, Salzburg, Freiburg und Bonn u.a. von Erika Haase, Karl Engel, Lajos Rovatkay, Hans Leygraf, Carl Seemann und Stefan Askenase ausgebildet.
Am Beginn seiner Konzerttätigkeit standen Wettbewerbserfolge in der Schweiz, in Belgien, Italien und Deutschland. Gerrit Zitterbart hat sich in seiner Laufbahn als Solist und als Kammermusiker (u.a. im Abegg Trio) profilieren können. Im Verlauf seiner langen Konzerttätigkeit gab er ca. 3.500 Konzerte in über 50 Ländern. Sein Repertoire ist umfangreich auf über 60 CDs dokumentiert – mit modernen und historischen Flügeln gleichermaßen.
Seit 15 Jahren spezialisiert sich der Pianist auf historische Instrumente, für Soloabende, Kammermusik, Lied und Klavierkonzerte mit Orchester findet er so neue Farben der Darstellung.
Gerrit Zitterbart leitet seit 1981 eine Klavierklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover - seit 1983 als Professor. Hier studierten bei ihm junge Talente aus Deutschland, Dänemark, Polen, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Russland, Georgien, Israel, Japan, Korea, China, Kanada und den USA.
Im Jahr 2012 gründete Gerrit Zitterbart in Göttingen den „Clavier-Salon“. Hier stehen ihm sieben historische Flügel für vielfältige Konzertangebote zur Verfügung.



Norddeutsche Kammerakademie

„Es gibt zwei grundverschiedene Einstellungen zu historischer Musik, denen auch zwei ganz verschiedene Arten der Wiedergabe entsprechen: die eine überträgt sie in die Gegenwart, die andere versucht, sie mit den Augen der Zeit ihres Entstehens zu sehen.“ So schreibt der berühmte Dirigent und Vorreiter für Historische Aufführungspraxis, Nikolaus Harnoncourt, in seinem Buch „Musik als Klangrede“.
Musik mit den Augen der Zeit ihres Entstehens zu sehen: Mit diesem zweiten Weg setzt sich die Norddeutsche Kammerakademie Lüneburg mit ihrem musikalischen Leiter Thomas Dorsch ambitioniert auseinander. Im Mittelpunkt ihres Repertoires steht die Musik des Barocks, der Klassik und der frühen Romantik mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven oder Felix Mendelssohn Bartholdy. Dazu kommen Werke von Komponisten aus dem Norddeutschen Raum: Beispielsweise von Georg Phillip Telemann – eine Zeit lang Leiter der Hamburgischen Oper – oder von Louis Massonneau und Johann Wilhelm Hertel, beide Konzertmeister bzw. Hof- und Capell-Compositeur der Mecklenburg Schweriner Hofkapelle. Für die Zuhörer entsteht so ein spannender Einblick in die Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts in Norddeutschland – eine Musik, die sich stets an der Musik in Europa, vornehmlich an Berlin, der Wiener Schule und Frankreich orientierte. Die Norddeutsche Kammerakademie Lüneburg sucht bei ihren Interpretationen die stilistische Nähe zu diesen Komponisten. Ganz im Sinne der Idee Harnoncourts oder des niederländischen Dirigenten und Blockflötisten Frans Brüggen setzten sich die Musikerinnen und Musiker des Orchesters mit den Biographien der Komponisten auseinander, lesen ihre Korrespondenz oder informieren sich über andere zeitgenössischen Quellen wie beispielsweise historische Instrumentenschulen. Das Ziel: So kann diese Musik in einer Weise erklingen, die sich der ursprünglichen Intention des Komponisten annähert. Wie bei einem alten Bild werden nach und nach die historischen Staubschichten abgetragen, damit es in alter Pracht erstrahlen kann.

Die Norddeutsche Kammerakademie ist dabei kein Spezialensemble für Alte Musik oder Historische Aufführungspraxis. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Erkenntnisse, die in den vergangenen 50 Jahren über Historische Aufführungspraxis gewonnen wurden, auf ein modernes Orchester und moderne Instrumente zu übertragen. Ganz im Sinne Frans Brüggens, der einmal sagte: „Ich will dem modernen Orchester die alten Manieren beibringen. Dann bitte ich um weniger Vibrato und mehr Sprache – eben die Dinge, über die wir hier nicht mehr zu sprechen brauchen, die aber für viele moderne Orchester immer noch ganz neu sind.“ In diesem Prozess der Auseinandersetzung mit der Historischen Aufführungspraxis wechselten mittlerweile die Blechbläser des Orchesters auf historische Instrumente. Das ist außergewöhnlich für ein modernes Orchester, erhält es dadurch doch einen wärmeren Klang, der dem Charakter der Musik des 18. und frühen 19. Jahrhundert viel besser entspricht. Ähnliches haben beispielsweise Nikolaus Harnoncourt mit dem Amsterdamer Concertgebouw Orchester oder Hugh Wolff mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks erprobt. Die Zuhörer erwartet ein neuer, spannender Zugang zu bekannten sowie wieder neu zu entdeckenden Werken der früheren Jahrhunderte.




Sonntag, 19. November 2017

186. JULEUM KONZERT


Wolfgang Amadeus Mozart Violinkonzert G-Dur   KV. 216
Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento   KV. 136
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie C-Dur   KV. 425   "Linzer"

Magdeburger Kammerorchester
Frank-Michael Erben (Violine und Leitung)



Frank-Michael Erben entstammt einer Leipziger Musikerfamilie und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. Bereits als Siebenjähriger wurde er an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig aufgenommen, wo er auch sein Violinstudium bei Prof. Klaus Hertel und Prof. Gerhard Bosse abschloss.
Als Solist mit dem Gewandhausorchester unter Kurt Masur, musizierte Frank-Michael Erben erstmals 1986 und wurde ein Jahr darauf, einundzwanzigjährig, zu dessen 1.Konzertmeister gewählt. Seither gastiert er regelmäßig bei international namhaften Orchestern, sowie als Solist in Europa, dem nahen Osten, Nord -und Südamerika.
Unter Dirigenten wie Sir Neville Mariner, Kurt Masur, Herbert Blomstedt und Riccardo Chailly spielte er Violinkonzerte von Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Bruch, Tschaikowski, Sibelius aber auch Werke der virtuosen Violinliteratur von Schubert, Saint-Saens, Ravel. 2001 brachte Frank-Michael Erben das ihm gewidmete Violinkonzert von Olav Kröger mit dem Gewandhausorchester unter Dimitri Kitajenko zur Uraufführung.
Als DVD -Aufnahme erschien das e-Moll Violinkonzert von Mendelssohn (Arthaus), als Live-CD die „Carmen-Fantasie“ von Sarasate (Polyphon), beides mit dem Gewandhausorchester unter Masur.
Die Kammermusik nimmt einen besonderen Platz im Schaffen Frank-Michael Erbens ein. Nach Zyklen sämtlicher Violinsonaten von Mozart, Beethoven, Schumann und Mendelssohn, präsentierte der Künstler zuletzt gemeinsam mit dem Pianisten Alfredo Perl das Sonatenwerk Franz Schuberts.
Weitere Kammermusikpartner waren unter anderem Sabine Meyer und Jo Jo Ma. Seit 1993 führt Frank-Michael Erben auch das traditionsreiche Gewandhaus-Quartett (gegründet 1808). Mit diesem Ensemble gastiert er in vielen Ländern Europas, in Japan, Nord- und Südamerika.
Unter den zahlreichen CD Produktionen erhielt die im Dezember 2003 erschienene Gesamtaufnahme der Beethovenschen Streichquartette beim Label NCA den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.
Die Zeitschrift „Klassik heute“ zählt das Gewandhaus-Quartett „zu den führenden Quartett-Ensembles der Welt“. Für seine Verdienste um die Werke Beethovens und Mendelssohns, wurde das Gewandhaus-Quartett 2012 zum Ehrenmitglied des Bonner Beethoven Vereins gewählt und 2014 mit dem internationalen Mendelssohn Preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet. Mit Beginn des Wintersemesters 2004 wurde Frank-Michael Erben zum Lehrbeauftragten an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig berufen. Neben seinen Leipziger Verpflichtungen wirkte Frank-Michael Erben im Sommer 2007 erstmals als 1.Konzertmeister des Orchesters der Bayreuther Festspiele.
In den vergangenen Jahren trat der Künstler auch verstärkt als Dirigent in Erscheinung. Neben Gastdirigaten beim Hallenser Akademischen Orchester, dem Gewandhausorchester, dem Orchester der musikalischen Komödie Leipzig, oder auch dem Herzliya Chamber Orchestra (Israel), leitete Frank-Michael Erben erstmals das Royal Scottish National Orchestra. 2009 bis 2014 stand er dem Leipziger Symphonieorchester als Chefdirigent vor.




Sonntag, 17. Dezember 2017

187. JULEUM KONZERT




" Palladio "

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) Prelude aus dem „Te Deum“
  
Antonio Vivaldi (1678-1741) Concerto grosso g-Moll RV 578
für Streicher und Basso continuo
  Adagio e spiccato - Allegro - Larghetto - Allegro
   
Georg Friedrich Händel (1685-1759) Konzert B-Dur Nr.1 HWV 301
für Trompete, Streicher und B.c.
  Adagio – Allegro -Largo (Sicilianan) - Allegro
   
Karl Jenkins (1944*) Concerto grosso „Palladio“
für Streicher
  Allegretto - Largo - Vivace
   
Georg Philipp Telemann (1681-1767) Konzert D-Dur 53:D5
  für Violino concertato, Trompete, Streicher und B.c.
Vivace - Adagio - Allegro
   
P A U S E  
   
   
   
Georg Philipp Telemann Konzert D-Dur TWV 51:D8
für Corno da caccia, Streicher und B.c.
  Vivace - Largo - Allegro
   
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Divertimento F-Dur KV 138
Streicher
Allegro - Andante – Presto
   
Georg Philipp Telemann Konzert D-Dur TWV 41:D4
für Trompete, Streicher und B.c.
  Allegro spirituoso - Andante - Vivace


NORDDEUTSCHE BAROCKSOLISTEN
Josef Ziga, Violine
Martin Weller, Trompete und Moderation



Die NORDDEUTSCHEN BAROCKSOLISTEN sind ein Ensemble, das in allen Stimmen solistisch besetzt ist und damit ein besonders klares, durchhörbares Klangbild anstrebt. Die Verbindung von Spieltechniken und Artikulationsweisen der sogenannten historischen Aufführungspraxis mit dem Einsatz eines modernen Orchesterinstrumentariums in solistischer Besetzung ist dabei die konzeptionelle Grundidee.
Unter dem Motto „ Palladio“ erklingen u.a. Werke von Charpentier, Vivaldi und Händel, aber auch das Concerto grosso „Palladio“ des zeitgenössischen Komponisten Karl Jenkins.